Danke an die Veranstalter! Mit mehr Demonstranten als erwarten wurde heute die Vorratsdatenspeicherung wenigstens symbolisch zu Grabe getragen. Nur mehr Flugblätter hätte es gebraucht!

Danke an die Veranstalter! Mit mehr Demonstranten als erwarten wurde heute die Vorratsdatenspeicherung wenigstens symbolisch zu Grabe getragen. Nur mehr Flugblätter hätte es gebraucht!

Heute: Über die richtige Anwendung des Knüppels,
aus “Common Weapons of Britannia” von Donovan von Trinsic
“Es wird empfohlen, mit dem Knüppel auf ungeschützte Körperstellen zu zielen, oder durch wiederholte Schläge auf den Helm des Gegners zu versuchen, dessen Hirn weich zu klopfen.”
Es war einmal ein Junge, dem die ehrenwerte Aufgabe anvertraut wurde, eine Herde Schafe zu hüten.
Der Junge erfüllte seine Pflicht gut; jeden Morgen pflegte er die Schafe zur Weide in der Nähe der Berge zu bringen, und sie waren stets gut genährt rechtzeitig zurück in ihrem Pferch.
Aber mit der Zeit wurde der Junge seiner Aufgabe überdrüssig.
Eines Tages dachte er sich, es wäre ein Spaß den Leuten im Dorf einen Streich zu spielen.
Er wartete bis die Sonne hoch am Himmel stand, dann schrie er so laut er konnte, “Kopflose! Kopflose! Die Kopflosen holen sich die Schafe!”
Nun, alle Männer des Dorfes griffen zu den Waffen, während die Frauen die Kinder zusammenholten, um sie in Sicherheit zu bringen. Als die Männer beim Jungen eintrafen, graste die Herde friedlich.
“Was hat das zu bedeuten?”, sagte der Dorfschmied mit der Axt in der Hand. “Wo sind die Kopflosen, wegen denen du gerufen hast?”
“Schon gut”, sagte der Junge. Sie sind wohl verschwunden, als sie euch alle kommen hörten. “Alles in Ordnung jetzt.”
“Nun, es war gut, dass du uns gerufen hast”, sagte der Mann, “weil Kopflose gefährliche Monster sind und wir nicht wollen, dass sie unsere Schafherde fressen.”
Die Männer und Frauen des Dorfes gingen zurück an ihre Arbeit und der Junge grinste breit über das ganze Gesicht wegen seines Streiches. Gleich am nächsten Tag trieb er das selbe Spiel nocheinmal. Er wartete bis die Sonne hoch am Himmel stand, dann schrie er “Kopflose! Kopflose!”
Dieses mal beobachtete der Junge das Dorf von hinter einem Felsen aus, um eine bessere Sicht auf das von ihm verursachte Chaos zu haben.
Wieder behauptete der Junge, dass die Männer die Kopfloses verscheucht hätten und sie jetzt wieder an ihre Arbeit gehen könnten.
Das ging eine ganze Woche so weiter. Der Junge rief, die Männer kamen. Am siebten Tage, als der Junge rief, kam niemand. Er war überrascht. Am Ende es Tages, nachdem er mit der Schafherde zurückkehrte, sprach er den Schmied darauf an. “Heute rief ich, “Kopflose”, und niemand kam!”, sagte er.
“Ja”, sagte der Mann. “Und heute, als du deine Herde auf’s Feld geführt hast, bin ich dir gefolgt. Ich wartete hinter einem Busch, während die Herde graste. Und als die Sonne hoch am Himmel stand, sah ich, dass es keine Kopflosen gegeben hat und du trotzdem um Hilfe gerufen hast.”
Der Junge war niedergeschlagen. “Na gut, es gab nie Kopflose. Ich verspreche von nun an nur zu rufen, wenn es wirklich Kopflose gibt”, gestand er ein.
“Ich verstehe”, sagte der Mann, sichtlich unbeeindruckt.
Später in der Nacht, weckte ein Geräusch in der Nähe des Bettes den Jungen. Er schaute auf …
Das ist der Beginn eines der Bücher in Lazarus, über die ich mich gerade mache.
Wer das Ende wissen will, muss sich entweder noch gedulden oder zum englischen Original greifen. Glaubt mir, die Geschichte endet nicht so, wie man es vielleicht erwarten würde… nunja… Wilhelm Buschs Geschichten waren auch nicht gerade gewaltfrei. Und die Moral der Geschichte ist eher pragmatisch als typisch mit dem Moralfinger zeigend. Jedenfalls kann ich nur empfehlen, die Bücher im Spiel zu lesen und sich nicht nur durch die Dialoge zu klicken.
..und zwei Ladenschilder.
Die barks sind nun fertig und auch die “Gesucht”-Poster. Morgen, oder besser gesagt nachher, denn es dämmert schon bald, geht es weiter mit Blackthorns Gesetzestafeln.


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Gestern stieß ich beim Durchstöbern meines Bücherregals auf ein Buch, dass ich mir vor ewigen Zeiten mal gekauft hatte mit der festen Absicht, es einmal zu lesen, oder besser gesagt, damit zu arbeiten. Es ist von Norman Lewis und der Titel des knapp 528 Seiten starken Buches in Taschenformat lautet: “Word Power Made Easy - The Most Effective Vocabulary Builder in the English Language!”.
Der Autor verfolgt in seinem Buch das Ziel, einen umfangreichen Wortschatz zu anzutrainieren. Dabei vertritt er, gestützt auf diversen Studien, u.a. vom Verhaltenspsychologen Edward Thorndike, u.a. die Theorie, dass man als Erwachsener bis hin zur Senilität in der Lernleistung nur sehr marginal abnehmen soll (15%), was im Widerspruch zur allgemeinen Vorstellung über das Lernen im Alter steht (“Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr.”).
Er vermittelt dabei zunächst einmal eine Vorstellung über ein bestimmtes Wort, um damit gleichzeitig das Wissen des Lernenden zu erweitern. Dies soll ihm dabei helfen, den Begriff besser zu merken. Kombiniert wird das Ganze mit Übung der korrekten Aussprache.
Norman Lewis geht dabei vor allem auch auf die Wortherkunft (Etymologie) und Wortverwandtschaft ein. So hat beispielsweise das Wort dexterity = Gewandtheit seine Wurzeln im Lateinischen (dexter = rechts), wobei ja in der Regel die rechte Hand die geschicktere ist. Des Weiteren lernt man auch noch die einzelnen Wortformen dazu (Verb, Adjektiv, Adverb, Nomen), schafft also allerhand Verknüpfungen um den neuen Begriff und ihm Langzeitgedächtnis, statt Vokabular stupide von oben nach unten zu lernen, meist ohne weiteren Zusammenhang.
Das Buch ist in 19 Kapitel mit insgesamt 47 so genannten Sessions eingeteilt, Arbeitseinheiten, die in etwa 30-90 Minuten zu bewältigen sein sollten. Das hat den Vorteil, dass man nicht Gefahr läuft, mitten in einer Übung unterbrochen zu werden und danach den Einstieg nicht mehr hinzubekommen. Kleine Einheiten sind auch übersichtlicher und vermitteln in kleinen Schritten ein Erfolgsgefühl. Es gibt zwischendurch immer wieder Einschübe für Grammatikübungen und idiomatische Wendungen. Die einzelnen Einheiten haben Themen wie beispielsweise How to talk about personality types, doctors, various practitioners oder speech habits.
Bisher hab ich die ersten drei Arbeitseinheiten bewältigt und ich muss sagen, es macht mir Spass und Lewis’ Methodik zeigt bei mir Wirkung. Ich hoffe, die Momente des unwissenden Schweigens und Ringens nach Worten manchmal kommen nicht mehr so oft vor, wenn ich nach ca. 3 Monaten der Übung, so Lewis, mit dem Buch fertig sein sollte.
Da die Zaubersprüche nun abgeschlossen sind, geht’s nun an die sogenannten barks. Das sind die allgemeine Ausprüche der Bewohner Britannias, aber auch Tierlaute (Miau), Äußerungen (Grummel!, Ächz!) und Geräusche (brems!; nein, es gibt keine Kutschenrennen oder Autos in Ultima), die man als Inflektive oder scherzhaft auch als Erikative bezeichnet (nach Erika Fuchs, die seit den 1950er Jahren die Donald-Duck-Comics übersetzte). Doch was am Anfang leicht aussah stellt sich, wie so oft, als etwas umständlicher heraus, denn der schöne Editor, der die Grafiken aus einer Textdatei erstellt, macht leider keine Zeilenumbrüche. So ist bei längeren Sätzen Handarbeit gefragt. Ächz!