Am Samstag den 17. Juni, ist laut der Regensburger Rundschau und dem Wochenblatt vom 14. Juni 2006, ein Treffen der Rechtsextremen zum Bayerntag der NPD geplant. Es soll mit rund 800 Teilnehmer zu rechnen sein.
Jetzt könnte man denken, die Stadtobersten würden zu dieser Zusammenrottung Farbe bekennen und zu einer parallelen Gegenveranstaltungen aufrufen. Da hätte man aber falsch gedacht, denn die Rundschau zitierte die Aussage des Bürgermeisters Gerhard Weber wie folgt: "Beachten wir sie doch gar nicht, dann geht der Spuk schon vorüber." Die Stadtspitze favorisiere diese Taktik ebenfalls¹.
Na Prost Mahlzeit. Sind das u.a. nicht genau die Verhaltensweisen, denen wir unsere düstere Vergangenheit zu verdanken haben? Wegschauen? Eine derzeitige Umfrage der Internet-Ausgabe der Mittelbayerischen Zeitung zeigt klar, dass sich die Bevölkerung keinesfalls der Meinung der Stadtspitze anschließt.
Jedenfalls rufen die bayerischen Jungsozialisten Regensburg zusammen mit den Gewerkschaften zu einer Gegenveranstaltung am 17. Juni von 11 bis 13 Uhr auf. Ein anschließender Marsch zur NPD-Versammlung sei laut Thomas Witzgal, dem Vorsitzenden des Juso-Unterbezirks, nicht ausgeschlossen.
Ob die NPD-Veranstaltung nun wirklich am sog. Rockzipfel in Regensburg oder anderswo stattfindet, bleibt abzuwarten. Genaueres wird sich am Samstag ergeben.
[1] Donaukurier online
Siehe auch:
13:56 Uhr - Kurzes Update:
Die Kundgebung der Jusos am Neupfarrplatz verlief friedlich. Eine weitere Veranstaltung findet um 14:00 Uhr am Donaumarkt statt.